9.9.2019, 17:25

ŠKODA AUTO startet Komponentenfertigung für Elektrofahrzeuge des Volkswagen Konzerns

› ŠKODA AUTO produziert Hochvolt-Traktionsbatterien für Plug-in-Hybride der Volkswagen Konzernmarken ŠKODA, AUDI, SEAT und Volkswagen

› Produktionskapazität von zunächst 150’000 Einheiten pro Jahr wird weiter ausgebaut

› ŠKODA AUTO Stammwerk in Mladá Boleslav wurde zwei Jahre lang und mit Investitionen von 25,3 Millionen Euro auf den Start ins Elektrozeitalter vorbereitet
 

Mladá Boleslav, 6. September 2019 – ŠKODA AUTO hat im Stammwerk in Mladá Boleslav die ersten Serienkomponenten für Elektroautos des Volkswagen Konzerns produziert. Ab sofort stellt ŠKODA hier Hochvolt-Traktionsbatterien für Plug-in-Hybride auf Basis des Modularen Querbaukastens (MQB) des Volkswagen Konzerns her. 

Michael Oeljeklaus, ŠKODA AUTO Vorstand für Produktion und Logistik, betont: „Im November 2017 hat sich der Volkswagen Konzern entschieden, ŠKODA AUTO mit der Herstellung von Elektrokomponenten für Plug-In-Hybridfahrzeuge zu beauftragen – ein enormer Vertrauensbeweis. In der Zwischenzeit haben wir die nötigen Massnahmen getroffen und diesen Auftrag konsequent umgesetzt. Die Hochvolt-Batterien „Made in Mladá Boleslav“ belegen das hohe technische Know-How vor Ort und sind das Ergebnis einer hervorragenden Teamleistung aller beteiligten Škodianer.“

Die Hochvolt-Batterien aus Mladá Boleslav liefern die elektrische Antriebsenergie für Plug-in-Hybride des Volkswagen Konzerns, die auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) basieren. Die Batteriepacks werden beispielsweise im ŠKODA SUPERB iV eingesetzt. Die Produktion läuft im September 2019 im Werk Kvasiny an.

ŠKODA AUTO investierte 25,3 Millionen Euro in die Fertigungslinien der Hochvolt-Batterien. Die Marke hatte vor zwei Jahren mit der Vorbereitung des Werks Mladá Boleslav auf die Produktion von E-Komponenten begonnen. Die Produktionskapazität von zunächst 150’000 Einheiten pro Jahr wird ŠKODA AUTO in den kommenden Jahren weiter ausbauen.

Christian Bleiel, Leiter Komponentenfertigung von ŠKODA AUTO, sagt: „Für uns ist diese technologisch sehr anspruchsvolle Fertigung von Batteriesystemen ein wichtiger Schritt beim Umstieg in die Elektromobilität. Wir werden die Fertigung von E-Komponenten weiter ausbauen. Beim Aufbau der dafür notwendigen Kompetenzen setzen wir auf den Expertenaustausch in unserem konzernweiten Verbund Volkswagen Group Components, wo Knowhow von der Batteriezelle bis zum Recycling gebündelt ist.

Rund 200 Beschäftigte arbeiten direkt oder indirekt an der Produktion der E-Komponenten mit. Auf der Fertigungslinie werden die Batteriesysteme nicht nur montiert, sondern auch getestet und vor dem Einbau ins Fahrzeug aufgeladen.

Batteriezellen und -module, die Basisbestandteile der Traktionsbatterien, bezieht ŠKODA AUTO von externen Lieferanten.

Auch bei der Fertigungstechnik greift ŠKODA AUTO auf das weltweite Netzwerk des Volkswagen Konzerns zurück. An der Fertigungslinie kommen neben Mitarbeitern des Unternehmens auch 13 KUKA-Roboter mit einer Tragfähigkeit zwischen jeweils 210 und 500 Kilogramm zum Einsatz. Die meisten dieser Maschinen übernehmen den Transport von besonders schweren oder voluminösen Bauteilen. Sie stellen beispielsweise die Batteriemodule am Montageband bereit und verladen die fertigen Batterien auf Transportpaletten. Andere Roboter befestigen mithilfe ihrer Schraubspindel und automatischen Schraubengreifer innerhalb sehr kurzer Zeit die Batteriemodule oder den Batteriedeckel, der allein 39 Schrauben aufweist.

Neben neuen Fertigungstechnologien hat sich ŠKODA AUTO bei der Vorbereitung der Hochvolt-Batterieproduktion auch intensiv mit weiteren elektrospezifischen Themen auseinandergesetzt, unter anderem in den Bereichen Arbeitssicherheit, Brandschutz, Qualitätssicherung und Logistik. So erfordert die Arbeit an der Hochspannungs-Montagelinie besondere Sicherheitsvorkehrungen, zudem reagieren viele elektronische Teile sehr empfindlich auf elektrostatische Entladung. Seine Auslieferungslager baute ŠKODA AUTO so um, dass sie eine grosse Anzahl schwerer Batterien aufnehmen können. Zudem wurden elektrospezifische Brandschutzmassnahmen und Vorkehrungen für den Umgang mit beschädigten Batterien implementiert.

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